Durch die Maßnahmen im Rahmen der „Agenda 2000“ soll die europäische Landwirtschaft stärker den Spielregeln des freien Welthandels unterworfen werden. Doch am Weltmarkt herrscht kein Gleichgewicht zwischen marktwirtschaftlicher Dynamik, sozialer Fairneß und ökologischer Verantwortung; naturzerstörende und naturnahe Produktionsweisen konkurrieren preislich miteinander.
Die bäuerliche Form der Landbewirtschaftung erfüllt jedoch über die bloße Bereitstellung von gesunden Lebensmitteln hinaus eine ganze Anzahl unbezahlter Aufgaben für die Gesellschaft. So erhält sie die Kulturlandschaft, die dem Städter wie dem Touristen als Erholungsraum zu Verfügung steht, belebt ökonomisch und kulturell die ländlichen Regionen und kann mit ausgeglichener oder positiver Ökobilanz produzieren, ohne – wie intensiv bewirtschaftete Monokulturen – die Umwelt zu belasten.