Die Folgen unserer heutigen Wirtschaftsweise sind drohende ökologische Katastrophen; nicht nur aus Gründen des Klimaschutzes scheint eine Änderung des Wirtschaftssystems dringend geboten. Und während in vielen Weltgegenden die Armut wächst, erhöhen die global wirtschaftenden Konzerne stetig ihre Gewinnspannen. Doch wie lassen sich die nötigen Änderungen heute weltweit politisch durchsetzen? Sind sie überhaupt möglich, „machbar“, ohne in Europa und Nordamerika zu schweren sozialen Krisen und massivem Wohlstandsabbau zu führen?
Das vorliegende Buch beantwortet diese Fragen von zwei Seiten. Anton Moser wirft einen grundsätzlichen Blick auf die Leitlinien ökosozialen Wirtschaftens im Gegensatz zu den heute gültigen Paradigmen und zeigt, daß die Probleme nur dann lösbar sind, wenn man sie nicht eng wirtschaftspolitisch-technokratisch betrachtet, sondern einen ganzheitlichen Blick auf die Lebenszusammenhänge der Menschen und der Welt wirft. Sein Ansatz einer „tiefen Wissenschaft“ zeigt, wie religiöse, ästhetische und wissenschaftliche Erfahrungen in ein neues Muster eines positiven Miteinanders gebracht und so eine echte Ganzheitlichkeit begründet werden kann.
Josef Riegler zeigt in seinem Beitrag, „Mit dem Jiu-Jitsu-Prinzip zur Nachhaltigkeit“, was politisch kurz- und mittelfristig machbar ist, und zwar gerade unter den heute herrschenden Bedingungen, Strukturen und Institutionen wie supranationale Staatengemeinschaften, Welthandelsorganisation, Internationaler Währungsfonds etc.
Die Autoren
Univ.-Prof. Anton Moser ist Vorstand des Instituts für Biotechnologie an der TU Graz und befaßt sich seit Jahren mit der wissenschaftlichen Fundierung eines Ökosozialen und ganzheitlichen Paradigmenwandels.
DI Josef Riegler geht es als Präsident des „Ökosozialen Forums“ darum, das von ihm als Vizekanzler und Landwirtschaftsminister entwickelte Modell der „Ökosozialen Marktwirtschaft“ weiterzuführen und für Politik und Wirtschaft konkrete Ideen zu liefern.