Zur Vertreibung der 3 Millionen Sudetendeutschen und der Ermordung Zehntausender (die Schätzungen reichen bis zu 272.000 Toten) gab es zwar immer viele Zeitzeugenberichte, aber nur wenige Fotos und schon gar keine Filme. Im letzten Jahr wurden erstmals Aufnahmen bekannt, die ein junger Tscheche in Prag mit seiner Filmkamera von verschiedenen Greueltaten gemacht hatte. Unter Volksfeststimmung, inmitten lachender Frauen und Kinder wurden, wie die Aufnahmen belegen, die Prager Deutschen zusammengetrieben und ermordet. Unter kommunistischer Herrschaft blieben die Aufnahmen versteckt, erst im Jahr 2010 hat es ein tschechischer Regisseur gewagt, sie im Rahmen einer Dokumentation zu veröffentlichen, die dann auch für großes Aufsehen in Tschechien gesorgt hat. Diese Dokumentation liegt nun erstmals auf Deutsch vor.