„Neoliberalismus – Bedrohung für den ländlichen Raum“ lautet der Beitrag von Josef Riegler, des geistigen Anregers dieses Bandes. Welche Zukunft hat der ländliche Raum, welche Zukunft hat das Leben auf dem Lande angesichts der aktuellen Entwicklungen? Welche politischen Initiativen müssen gesetzt werden, damit dieser ländliche Raum und seine Menschen eine Chance haben, damit sie das Land in einer Weise gestalten und bebauen, die auch für den Freizeitnutzer, den Ausflügler und Urlauber attraktiv ist?
Die „ökosoziale“ Grundidee ist, die Rahmenbedingungen der Marktwirtschaft in einer Weise zu verändern, daß sie mit den Prinzipien der Ökologie vereinbar sind; „Nachhaltigkeit“ lautet das diesbezügliche Stichwort. Hier ist in erster Linie der Gesetzgeber gefordert, der es hinsichtlich der „sozialen Marktwirtschaft“ bereits vermocht hat, die Gesetze des Marktes mit einer auf der christlichen Lehre basierenden Idee der Nächstenliebe und der Menschenrechte zu verbinden.
Die Herausgeber:
Josef Riegler war Landwirtschaftsminister, Vizekanzler und Bundesparteiobmann der österreichischen Volkspartei (ÖVP). Er prägte 1986 den Begriff der „ökosozialen Marktwirtschaft“, dessen Durchsetzung sein politischen Engagement seither gehört.
Hermann Kroll-Schlüter war sächsischer Staatssekretär für Ernährung, Landwirtschaft und Forst sowie CDU-Bundestagsabgeordneter; er zählt zu den Protagonisten der ökosozialen Bewegung in Deutschland.
Hans W. Popp, Professur an der Hochschule St. Gallen für „Volkswirtschaftslehre und Agrarpolitik“, vertritt, wie die anderen Herausgeber, in vielfältigen nationalen und internationalen Funktionen ebenfalls immer wieder ökosoziale Ideen.