Oberst Redl, der Hochverräter in Spitzenposition, der Spionage für das zaristische Russland betrieb, ist durch zahlreiche Bücher und Filme nach wie vor ein Begriff. Darüber hinaus jedoch ist der militärische Geheimdienst des Habsburgerreiches eine weithin unbekannt gebliebene Institution.
Aber auch über die Affäre Redl und die Folgen seines Tuns, etwa hinsichtlich der russischen Erfolge im Jahre 1914, sind vor allem falsche Vorstellungen verbreitet. Durch penible Recherchen in verschiedenen Archiven und anhand bisher unbekannter Geheimdokumente zeichnet der Autor ein neues, authentisches Bild des größten Spionagefalles der Donaumonarchie.
Weitere Themen sind der geheimdienstliche Hintergrund des Mordes am österreichischen Thronfolger in Sarajevo, exotische Agenteneinsätze im Wüstensand, Sabotageunternehmen in Italien, des Kaisers Mann im Vatikan und nicht zuletzt die vielleicht wichtigste Geheimwaffe der Mittelmächte im Ersten Weltkrieg: Ein raffiniertes System der Funkspionage, von k. u. k. Offizieren entwickelt, das die Hauptursache der erstaunlichen Erfolge im Kampf gegen die enorme russische Übermacht war.
Ein ebenso wissenschaftlich fundiertes wie spannend geschriebenes Werk zu einem fast vergessenen Kapitel der österreichischen Zeitgeschichte.
Der Autor
Albert Pethö, geb. 1956 zu Wien, entstammt einer altösterreichischen Offiziersfamilie und lebt als Historiker und Publizist in Wien. Das vorliegende Werk erhielt 1997 den angesehenen Jedlicka-Gedächtnispreis für Forschungen zur Österreichischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien.
www.ares-verlag.com