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Der bewaffnete Aufstand

Der bewaffnete Aufstand
  • Autor: Naderer, Otto
  • ISBN: 978-3-902475-06-0
  • Verlag: ARES

1934 war ein Schicksalsjahr der ersten österreichischen Republik: In diesem Jahr brach der Bürgerkrieg zweimal aus. Im Februar ging die damalige Bundesregierung gegen die Wehrformation der Sozialdemokratie, den „Republikanischen Schutzbund“, vor, im Juli schließlich gegen die aufständischen Nationalsozialisten.

 

Das vorliegende Buch behandelt die Vorgeschichte dieser Ereignisse. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht dabei die konkrete militärische Vorbereitung der Sozialdemokratie auf  einen fast als unvermeidlich angesehenen Bürgerkrieg. Während die politischen Verhältnisse dieser Jahre im allgemeinen als gut erforscht gelten, ist das vorliegende Buch von Otto Naderer, der seit 1981 Berufsoffizier des österreichischen Bundesheers ist, das erste, das sich den militärischen Aspekten jener Vorgänge widmet.

Der „Republikanische Schutzbund“ war lange Zeit der stärkste und schlagkräftigste Wehrverband in der österreichischen Parteienlandschaft. Mit der Zuspitzung der innenpolitischen Verhältnisse ab 1927 ordnete die Führung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs eine erhöhte Einsatzbereitschaft an, die über eine Disziplinierung wie Militarisierung erreicht werden sollte. In seinen besten Jahren war der Schutzbund um die 90.000 Mann stark. Seit 1931/32 spitzten sich die politischen Verhältnisse in Österreich in einer Weise zu, daß die Parteiführung sich mehr und mehr auf die Möglichkeit einer regelrechten Kriegführung sowohl gegen die gegnerischen Wehrverbände als auch gegen die Einsatzorgane der Bundesregierung konzentrierte. Taktische und operative Konzepte und die Unterstützung durch Sympathisanten bei Polizei und Bundesheer sollten der sozialdemokratischen Bewegung im Falle eines Bürgerkriegs zum Sieg in Österreich verhelfen.


Im Frühjahr 1933 von der Bundesregierung aufgelöst, ging die einst mächtige Wehrformation widerspruchslos in die Illegalität. Gleichzeitige Radikalisierungs- und Auflösungserscheinungen führten den Schutzbund schließlich im Februar 1934 in einen letzten aussichtslosen Kampf.


Dieses Buch, das erstmals die militärische Seite des Schutzbundes und dessen Vorbereitung auf den Bürgerkrieg darstellt, füllt eine Lücke in der bisherigen Forschung zur Zwischenkriegszeit in Österreich.


www.ares-verlag.com



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