Die Herrenhäuser der schwarzen Grafen in Niederösterreich
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Bau- und Wohnkultur der Sensenschmiede, Eisenverleger, Hammermeister und Provianteisenhändler in der niederösterreichischen Eisenwurzen
557 Seiten, zahlr. Farbabbildungen, Hardcover
Die Herrenhäuser der schwarzen Grafen in Niederösterreich
Die „Eisenwurzen“ zählt zu den traditionsreichsten Industrielandschaften Mitteleuropas. Über viele Jahrhunderte war die Eisenverarbeitung die Grundlage für den Reichtum und die gesellschaftliche Differenzierung der niederösterreichischen Eisenwurzen und der daraus hervorgegangenen Kleineisenindustrie. In der Steiermark waren es die Radmeister, die das Roheisen erzeugten, in Oberösterreich vornehmlich die Hammerherren und Messerschmiede und in Niederösterreich ganz besonders die Sensenschmiede sowie die Klein- und Provianteisenverleger, die damit handelten und den Stellenwert der seinerzeit sehr bedeutenden niederösterreichischen Eisenverarbeitung begründeten. Im Mostviertel entwickelte sich seit dem Spätmittelalter ein komplexes Gefüge aus Eisenverarbeitung, Handel und sozialer Organisation, das die bauliche und kulturelle Gestalt der Region nachhaltig prägte.
Die Sensengewerken, auch häufig als „Schwarze Grafen“ bezeichnet, gelangten mit ihren auch weltweit geschätzten Produkten zu großem Vermögen. Der Wohlstand als präsentierter Reichtum und das Verlangen nach Repräsentation fanden ihren besonderen Ausdruck in der baulichen Ausstattung der Herrenhäuser – nicht nur in ihrer Größe, sondern besonders auch in ihrem Bauschmuck, wie etwa geschmiedeten Fensterkörben, Risaliten, Portalen, Fresken, Sgraffiti und vielen weiteren Details.
Im vorliegenden Buch stellt der Autor alle in Niederösterreich noch existierenden Hammerherrenhäuser vor und dokumentiert diese in bisher unerreichter Vollständigkeit: 248 Objekte der ehemals sehr aktiven niederösterreichischen Kleineisenindustrie werden bau- und architekturgeschichtlich sowie kunsthistorisch mit insgesamt über 1.200 Abbildungen, darunter auch zahlreiche historische, vorgestellt. Vielfach werden auch Dachausmittlungen gezeigt. Vom einfachen Hammerherrenhaus über repräsentative Gewerkenhöfe bis hin zu Werkstätten gibt dieses Buch einen tiefen Einblick in das Leben der Hammerherren.
In der überaus sachkundigen Beschreibung der einzelnen Objekte liegt der von profunder Kenntnis und enormem Einsatz des Autors geleitete Mehrwert des Buches. Alle Objekte wurden von ihm mehrfach
besucht, sind mit Adresse und Koordinaten versehen und somit leicht auffindbar. Das Buch zeigt, wie sich Arbeit, Glaube, Fleiß und Landschaft zu einer unverwechselbaren Architektur und Lebensform verbanden.
Mit historischen Quellen, bauhistorischen Analysen und nicht zuletzt eindrucksvollen Fotografien eröffnet der Band einen neuen Blick auf das Mostviertel – als Wiege der alten Gewerkenkultur, deren Spuren noch heute in Stein und Eisen zu lesen und von Bedeutung für die Identität des Mostviertels sind.
Der Autor
DI Mag. Dr. Reinhold Jagersberger, Jahrgang 1942, geb. in Unterlaussa, Gemeinde Weyer-Land, ist Absolvent des Stiftsgymnasiums Admont und nahm nach technischer Ausbildung, einem Studium der TU Graz und Industriepraxis eine Lehrtätigkeit an der HTL Bulme Graz auf. Darüber hinaus war er an der Fachhochschule Campus 02 und an der Berufspädagogischen Lehranstalt Graz aktiv. Nach seiner Pensionierung hat er 2003 bis 2007 ein Studium der Kunstgeschichte an der KFU Graz absolviert und 2012 mit einer Arbeit über die Herrenhäuser der Eisengewerken, Radmeister und Hammerherren in der Steiermark promoviert.
Die Herrenhäuser der schwarzen Grafen in Niederösterreich
Die „Eisenwurzen“ zählt zu den traditionsreichsten Industrielandschaften Mitteleuropas. Über viele Jahrhunderte war die Eisenverarbeitung die Grundlage für den Reichtum und die gesellschaftliche Differenzierung der niederösterreichischen Eisenwurzen und der daraus hervorgegangenen Kleineisenindustrie. In der Steiermark waren es die Radmeister, die das Roheisen erzeugten, in Oberösterreich vornehmlich die Hammerherren und Messerschmiede und in Niederösterreich ganz besonders die Sensenschmiede sowie die Klein- und Provianteisenverleger, die damit handelten und den Stellenwert der seinerzeit sehr bedeutenden niederösterreichischen Eisenverarbeitung begründeten. Im Mostviertel entwickelte sich seit dem Spätmittelalter ein komplexes Gefüge aus Eisenverarbeitung, Handel und sozialer Organisation, das die bauliche und kulturelle Gestalt der Region nachhaltig prägte.
Die Sensengewerken, auch häufig als „Schwarze Grafen“ bezeichnet, gelangten mit ihren auch weltweit geschätzten Produkten zu großem Vermögen. Der Wohlstand als präsentierter Reichtum und das Verlangen nach Repräsentation fanden ihren besonderen Ausdruck in der baulichen Ausstattung der Herrenhäuser – nicht nur in ihrer Größe, sondern besonders auch in ihrem Bauschmuck, wie etwa geschmiedeten Fensterkörben, Risaliten, Portalen, Fresken, Sgraffiti und vielen weiteren Details.
Im vorliegenden Buch stellt der Autor alle in Niederösterreich noch existierenden Hammerherrenhäuser vor und dokumentiert diese in bisher unerreichter Vollständigkeit: 248 Objekte der ehemals sehr aktiven niederösterreichischen Kleineisenindustrie werden bau- und architekturgeschichtlich sowie kunsthistorisch mit insgesamt über 1.200 Abbildungen, darunter auch zahlreiche historische, vorgestellt. Vielfach werden auch Dachausmittlungen gezeigt. Vom einfachen Hammerherrenhaus über repräsentative Gewerkenhöfe bis hin zu Werkstätten gibt dieses Buch einen tiefen Einblick in das Leben der Hammerherren.
In der überaus sachkundigen Beschreibung der einzelnen Objekte liegt der von profunder Kenntnis und enormem Einsatz des Autors geleitete Mehrwert des Buches. Alle Objekte wurden von ihm mehrfach
besucht, sind mit Adresse und Koordinaten versehen und somit leicht auffindbar. Das Buch zeigt, wie sich Arbeit, Glaube, Fleiß und Landschaft zu einer unverwechselbaren Architektur und Lebensform verbanden.
Mit historischen Quellen, bauhistorischen Analysen und nicht zuletzt eindrucksvollen Fotografien eröffnet der Band einen neuen Blick auf das Mostviertel – als Wiege der alten Gewerkenkultur, deren Spuren noch heute in Stein und Eisen zu lesen und von Bedeutung für die Identität des Mostviertels sind.
Der Autor
DI Mag. Dr. Reinhold Jagersberger, Jahrgang 1942, geb. in Unterlaussa, Gemeinde Weyer-Land, ist Absolvent des Stiftsgymnasiums Admont und nahm nach technischer Ausbildung, einem Studium der TU Graz und Industriepraxis eine Lehrtätigkeit an der HTL Bulme Graz auf. Darüber hinaus war er an der Fachhochschule Campus 02 und an der Berufspädagogischen Lehranstalt Graz aktiv. Nach seiner Pensionierung hat er 2003 bis 2007 ein Studium der Kunstgeschichte an der KFU Graz absolviert und 2012 mit einer Arbeit über die Herrenhäuser der Eisengewerken, Radmeister und Hammerherren in der Steiermark promoviert.
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